Nun wollen wir einmal versuchen, anhand von Arnes Anleitungen einen neuen Beitrag mit BILDERN zu erstellen. Leider ist die Anleitung noch nicht ganz komplett, das Ganze ist also etwas spannender. Aaaalso. Passieren tut hier nicht viel, ist auch gut so. Gereons Vorgesetzter auf der neuen Arbeit, der ja einen kometenhaften Aufstieg sehr schnell absolviert hatte, hat anscheinend nun auch schon den Absturz hinter sich. Hoffentlich reisst er die von ihm angestellten Mitarbeiter nicht mit. Wir sind optimistisch. Vielleicht bekommt der Herr Hoe. doch demnaechst eine eigene Visitenkarte, wo er als irgendein Manager bezeichnet wird, das waere doch prima. Im Moment scheint er hauptsaechlich mit so einem kleinen Kranwaegelchen durch die Halle zu duesen, um hoch haengende Dinge zu reparieren, also den Hallenkran oder die Beleuchtung. ich glaube, das macht ihm durchaus Spass!
Ich da —
Hier wurde ich dann unterbrochen, von der Arbeit. Samstags ist das oft so, erst ist es ganz still, und dann stuermen ploetzlich Horden von Kunden in die Buecherei. Hauptsaechlich sind es leider Kiddies, die sich um die Computer pruegeln. Nachdem ich laengere Zeit versucht habe, mit “Liebigkeit” was zu reissen, bin ich inzwischen so weit, dass ich sie rausschmeisse, wenn sie nicht parieren (Worte mit Absicht gewaehlt!). Mein Eindruck ist ja so ein bisschen, dass in den Schulen ein sehr autoritaerer Stil herrscht, so dass die mit der Liebigkeit nicht soviel anfangen koennen. Druck dagegen hilft. Gefaellt mir nicht so gut.
Jetzt ist Feierabend, ich sitze am nettesten Computer und hoere mein Lieblings-CKUA, im Moment laeuft Mulligan Stew, das ist sehr lustig, weil man nie weiss, was passiert, auch Herr Mulligan, der Moderator, wohl nicht. Sagt er jedenfalls. Serena Ryder, wenn ihr mal was anderes hoeren wollt, sehr gut!
Ueberhaupt (ein kleiner Diskurs) gibt es hier in Kanada und auch speziell in Alberta recht gute Musik, muss ich sagen. Und die Idee von Hoerer-finanziertem lokalem Radio gefaellt mir auch.
So, wo waren wir, Bilder wollten wir einstellen. Ach ja, und ich wollte erzaehlen, dass ich diese ganze Woche, bzw. 4 Tage gearbeitet habe, das ist laestig, weil dann zu Hause immer der Ofen kalt wird. Heute ist Gereon in Grande Prairie, also wird er wieder kalt. Dito natuerlich Frau Zora, weil sie draussen bleiben muss, wenn wir nicht da sind. Na, sind nur -10 oder so, das geht. Und sie hat die muckelige Hundehuette. Emmy dagegen (Achtung, gleich kommt hoffentlich ein Bild) muss ja immer draussen liegen. Sie hat sich einen schoenen Platz geschmolzen, anscheinend mit angeformtem Kopfkissen 
so, jetzt ist da also ein Bild, aber ich hab noch nicht gerafft, wie ich das klein und als vorschau kriege und so, dass das grosse Bild auf einer neuen Seite geoeffnet wird. ARNE, bitte hilf mir doch mal, aber nicht heute, will jetzt nur schnell bunte Bildchen schicken. Naemlich, das Emmy muss da so liegen, weil es die Pelle von dem ungluecklichen Hirsch bewachen muss, den Gereon neulich erschossen hat (Geschichte auf Anfrage…) 
Tja, verstehen kann ich das noch nicht, mit diesen Bildschen, aber egal, das lern ich schon noch.
Wenn ich also nicht arbeite, stehle ich mir soviel Zeit wie ich kann, zwischen Schneeschmelzen, Ziegen fuettern, Essen kochen (das hoert NIE NIE auf!!), Aufraeumversuchen (die muessten mal besser oefter anfangen…), doch ich stehle also Zeit fuer das Faserfieber. Hier die Ergebnisse, aus zwei verschiedenen Perspektiven, weil ich so stolz bin und es mir ausserdem eigentlich total egal ist, dass ihr das wahrscheinlich nix mit anfangen koennt. Nur, lieber Arne, das Ding unten rechts, das Braune mit den zwei Kringeln, das koennte ich Dir z.B. statt dem abgelehnten Lama schicken… Faeden taete ich noch vernaehen. Ich koennte auch andere Varianten von Ohrenklappenmuetzen anbieten, von Frau Zora anprobiert, sieht gut aus!!


Monthly Archive for January, 2007
Damit der arme Arne nicht denkt, niemand sieht und/oder wertschaetzt, was er hier Schoenes gebastelt hat: Der neue Look wurde sehr wohl bemerkt, jedenfalls stellenweise, und ich und auch der Herr Hoe. sind sehr begeistert davon. Wenn also jemand auch so eine schicke Seite will wie wir jetzt haben, dann muss er sich bitte an den Herrn Arne wenden, dessen Kontaktdaten ich aber hier nicht oeffentlich machen will, wegen des Datenschutzes oder falls er das nicht moechte…
Arne hat die Bilder ausgesucht, die ihr bei jedem Neuladen der Seite dort oben sieht. Das macht, fuer mich jedenfalls, dass ich andauernd neu laden will, damit ich schoene Bildchen sehen kann - gefaellt mir ausnehmend gut!
Vielen Dank!!
Also, das Hermelinchen vom letzten Jahr (!) ist nicht wieder aufgetaucht. Keine Ahnung ob es einfach umgezogen ist oder umgebracht wurde. Doch entgegen Anabels Vermutungen ist inzwischen so einiges passiert. Vor allem Schnee, Schnee passiert hier im Moment dauernd. Das ist schoen, finde ich. Die Albertaner greinen: Es ist kalt, es ist viel Schnee. Ich kann das nicht verstehen. Schliesslich hat man uns in den ersten Jahren staendig zu verstehen gegeben, dass wir als weiche Europaeer uns schon noch wundern wuerden, wenn mal wieder ein „richtiger“ Winter kaeme, so wie es naemlich jetzt passiert. Aber wie sagt Nachbarin Margaret: Die Bauern sind auch nie zufrieden mit dem Wetter. Und: Only a newcomer or a fool predicts the weather. Na ja, und Environment Canada, aber die liegen auch oft schief.
Sonntag Nacht war es schon sehr windig, aber nicht widerlich kalt. Allerdings hatten wir schon Montag morgen Unmengen Schnee. Gereon konnte erst spaeter zur Arbeit, und als er abends viel zu spaet nach Hause kam, hatten sie ihm einen „Dienstwagen“ verpasst, was fuer ein Segen. Naemlich so was richtig kanadisches, ein so genannter 1-ton, keiner weiss so richtig, warum der so heisst. Wir haben ja schon so einen, aber in richtig alt. Der hier war nur mittelalt, aber dafuer Diesel und 4×4. Und hinten zwillingsbereift, das macht prima Spuren im Schnee. Fuer Dienstag naemlich hatten sie Gereon auch einen anderen Job verpasst: Rausfahren zu irgendwelchen Pipelines, um mit einem Kollegen zusammen irgendwas zu sandstrahlen. Fuer Dienstag war aber Blizzard angesagt. Also ich Dienstag morgen frueh, eklig frueh mit ihm in die Stadt, um den Van nach Hause zu holen und schnell nach Hause mit der strikten Anweisung, dort auch fein zu bleiben. Hab ich auch getan. Es hat ohne Ende geschneit. Abends immer noch Schneefall, aber kein Wind. Erst gegen 9 Uhr kam Gereon nach Hause, nach einem Tag, an dem er nicht gearbeitet, sondern nur zugeguckt hatte, wie der Bagger das Loch aufbaggerte, das, wie sich spaeter herausstellte, das falsche war. Rueckfahrt im Schneegestoeber kleine vier Stunden. Natuerlich besser bezahlt als der „normale“ Job und natuerlich Ueberstunden. Auch nicht schlecht.
Wir hatten uns dann auf eine unruhige Nacht vorbereitet, aber der angekuendigte Wind blieb zum Glueck bei uns aus. Morgens war nur noch mehr Schnee gefallen. Damit fiel meine Arbeit flach. Yvonne konnte gar nicht recht verstehen, warum ich nicht kommen koennte, aber das ist von der „Stadt“ zum Busch u.U. ein himmelweiter Unterschied. Nach dem Schnee kam die Kaelte zurueck, mit minus 30 oder kaelter vielleicht, unser Thermometer luegt etwas. Weil wir im Moment kein wirklich gutes trockenes Brennholz haben und ich noch nicht so eine Expertin im Stochen bin, habe ich einen kuehlen Mittwoch verbracht. Daraufhin bin ich am Donnerstag mit den Nachbarn bei strahlendem Winterwetter nach High Prairie (in die andere „Stadt“) gefahren, Waesche waschen etc.pp. Das war nett und auf jeden Fall warm! Waesche friert natuerlich, sowie ich den Korb in der Kueche auf den Boden stelle. Das Aufhaengen ist also eine kleine Herausforderung. Voruebergehend koennte ich sie auch hinstellen. Ueberhaupt ist mir mal wieder fast alles gefroren, Banane, Huettenkaese, Kaese (der wird total broeckelig!!) Zora war es eklig kalt im Schlafzimmer, weil dann der Boden so auskuehlt. Und natuerlich ging gestern das Gas fuer die Heizung aus, so dass das Sauerkraut voruebergehend runtergekuehlt wurde. Schade, aber ich hoffe, es funktioniert trotzdem.
Ich war die ganze Zeit damit beschaeftigt, Holz nachzulegen, den Ziegen frisches und mehr Stroh in die Staelle zu tun, Wasser aufzutauen, neues Wasser herzustellen (der Vorteil von frischem Schnee ist prima Wasser in unmittelbarer Hausnaehe). Alles dauert endlos, weil das Feuer ja nicht so perfekt ist, wenn ich es mache. Am Mittwochabend war ich es mal wieder leid. Man fragt sich natuerlich, was man hier tut, wer ueberhaupt diese bloedsinnige Idee hatte, in so ein Land zu gehen. Wo einem die Teeblaetter in der Kanne gefrieren, die Thermoskanne zufriert, die Ziegen klappern, ach und ueberhaupt. Spuelmittel wird uebrigens trueb, wenn es kalt wird, hatte ich das erzaehlt. Hart wird es aber erst bei etwa minus 25. Ich glaube, das wusstet ihr nun schon.
Aber wenn man im warmen Bett liegt und wenn morgens die Sonne aufgeht und man noch vorher in den schwarzen Baeumen Huehnchen umherhuepfen sieht (die Knospen fressen) und dann in die nicht so kalte Kueche gehen kann, wo noch Tee steht, und wenn dann das Lama froehlich den Weg entlang buckelt und die Hunde ein Raserchen im Schnee haben und der Himmel blitzblau ist und die Sonne einen Hauch von Waerme abgibt, aber nur, wenn man sich genau richtig hinstellt und kein Lueftchen weht, wenn der Schnee unter den Schuhen knirscht und alles wunderhuebsch aussieht – na, dann ist es keine Frage, warum wir hier sind. Weil es naemlich schoen ist.
Hier also unkommentiert noch ein paar Schneebilder, weil es so schoen ist!





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