Monthly Archive for January, 2008

Es ist sch*****kalt

Deswegen keine Bilder. Alles ist eingefroren. Der Generator laeuft nun Tag und Nacht, damit er uns nicht wegen Kaltstart verstirbt. Und morgens muessen wir das/die Auto/s ja einstoepseln bzw. Gereons Auto nun die ganze Nacht, weil es immer so um minus 27 bis runter zu -37 Anfang der Woche war. Nach dem Huehnerfluestern kam dann das Huehnertauen. Interessant (und unglaublich!), wie die Huehner sich so verhalten. Wir haben immer noch etwa 6 Guerilla-Huehner unter dem Ziegenstall, die sich nicht da raus porkeln liessen. Ich ging davon aus, dass sie nach zwei Naechten deutlich unter -30 tot sein muessten, aber gestern waren sie noch lebendig, und eines kam sogar froehlich raus. Weiss der Geier, ob wir sie jemals lebend wiedersehen. Von den anderen musste ich tatsaechlich mehrere auftauen, manche schon mehrfach. Die werden so kalt, dass sie nicht mehr laufen koennen, dann klappen ihnen die Beine weg und sie sind verstaendlicherweise recht ungluecklich. Nach einer Stunde am Ofen sind sie wieder fit, aber man mag sie dann nicht wieder raussetzen. Also logieren jetzt schon drei Huehner in der Kueche und werden abends mit ins Schlafzimmer geschleppt (wo es nicht wirklich warm ist - neulich war mir das gesamte Eingemachte zu Klumpen gefroren, gluecklicherweise ist (noch) kein Glas geborsten). Einen Sack Waesche habe ich auch eingefroren in der Kueche stehen, aber ich denke, das wird die Handtuecher schoen weich machen. Nein, ehrlich, ich bin nicht so dolle froehlich. Es ist einfach zu kalt. Letztes Jahr war ich noch sehr tapfer, aber dieses Jahr will mein Hirn bzw. mein Gemuet ploetzlich nicht mehr. So bin ich gestern zur Nachbarin geflohen, doch das ist auch ein zweischneidiges Schwert, wenn ich naemlich zurueckfahre, ist es um so kaelter, weil ja niemand geheizt hat. Heute morgen bin ich noch nichtmal aufgestanden, habe Gereon allein sich versorgen lassen. Und dann bin ich zur Nachbarin zum Duschen. Vorher hab ich aber brav alles versorgt. Es schien auch die Sonne. Immerhin. Und heute abend sind wir bei den Nachbarn zum Essen. Leider kuendet der Wetterbericht noch nicht wirklich eine entscheidende Besserung an, es bleibt die naechsten Tage deutlich unter -20. Also weiter Milch in Wuerfeln, Spuelblock en bloc, Porridge zum Meisseln, aeusserst vorsichtiger Umgang mit Thermoskannen un dergleichen Luxusguetern. Warten auf den Fruehling.

Huehnerfluestern

Nie haette ich gedacht, dass Huehner so spannend und lustig sein koennten. Nicht nur kommen jeden Abend und jeden Morgen aus obskuren Verstecken Prairiehuehnchen in die Baeume bei den Ziegen geflogen, um dort Knospen zu essen, nein, auch unsere eigenen Huehner mausern sich in jeder Hinsicht. Als Gereon heute seine neuen (Geburtstags-)Schneeschuhe anprobierte, mussten die zahmen acht natuerlich sofort dabeisein. gereon_schneeschuhe.jpg Wir sind dann losmarschiert, um die Huehnchenspuren zu suchen. gereon_schneeschuhe_2.jpg Die Prairiehuehnchen naemlich haben die interessante Angewohnheit, sich aus dem Baum in den Schnee fallen zu lassen, dann anscheinend ein bisschen vorwaerts zu krabbeln unter den Schnee, wo sie uebernachten. Am naechsten Morgen, noch in der Daemmerung, tauchen sie etwas weiter wieder aus dem Schnee auf und starten erneut in die Baeume, zum Fruehstueck. Auf diesem Bild kann man sehen, wo das Huehnchen links vom Baum “eingeschlieft” ist und dann hinter dem Baum wieder aufgetaucht, ein paar Schritte gegangen (diese Huehnchen sind ja Fussgaenger!) und dann gestartet ist, vorne rechts ist der Abdruck des linken Fluegels zu sehen. huehnchen_spuren.jpg
Na, und dann unsere eigenen Huehner. Die machen uns zu Huehnerfalknern, oder Huehnerern oder, was mir am besten gefaellt, zu “chicken whisperers”. Hier Gereon theoretisch beim Kaffee auf der Veranda, praktisch jedoch beim Huehnerern huehnerfalkner.jpg Und hier bin ich beim Huehnerfluestern huehnerfluestern.jpg Jawoll, Mittwoch war ich beim Friseur - und fuehle mich, als ob mich jemand aus einer falschen Schale herausgepuhlt haette. Wunderbar!
Das Wetter ist schoen, nicht zu kalt. Die Ziegenboeckchen waren fleissig, ab Mai sollten also die Zicklein purzeln.
Die Telefongesellschaft ist doof, ABER die Mehrwertsteuer ist schon wieder gesenkt worden, nunmehr sind wir bei 5%. Da koennt ihr natuerlich nur von traeumen… Mehr weiss ich nicht.

Durcheinandere Website

Wie ihr sicherlich merkt, habe ich hier ein bisschen Chaos. Leider sind wohl die Bilder mit der neuen Kamera zu gross, so dass ich kein Vorschaubild bekomme. Naechste Woche bin ich wieder in der Buecherei, mit schnellem Internet, dann will ich das reparieren.

Neues Jahr - neues Haus

Neues Jahr, neues Haus - vielleicht. Die Bemuehungen jedenfalls halten an. Und hier sind auch die versprochenen Bilder.
Zuerst einmal fuer diejenigen, die sie in Deutschland nicht gesehen haben, die Verbesserungen im „Kuechentrakt“. Noch im November naemlich hat Gereon im suedlichen Teil, wo unser Tisch steht, einen Fussboden eingebaut, schwingend, rueckenfreundlich… Das macht das Leben und das Ruecken von Stuehlen viel leichter. Und nun kann ich endlich hin und wieder auch mal kehren. Dann aber wirbeln ueble Staubwolken. Im Moment warte ich auf bessere Einfaelle und lasse sich lieber alles festtreten. Schnee ist ja auch nicht schmutzig. kueche_ohne_fussboden.jpg kueche_mit_fussboden.jpg
Auch gab es ja noch am Sonntag, bevor ich gen Deutschland reiste, ein froehliches Kuehetreiben bei den Nachbarn. Die Kaelber sollten aussortiert und verkauft werden, und laut Margaret ahnen die Kuehe das und kommen ploetzlich nicht mehr zu den Corrals. Auch hatte Albert nicht auf seine weise Frau gehoert und noch irgendwas falsch gemacht, jedenfalls wollten die Kuehe sich nicht auf’s Glatteis locken lassen, im uebertragenen Sinne. Amanda und ein Freund hatten ihre Pferde schon muede geritten, da wurden Nachbarn mit zwei weiteren Pferden zur Unterstuetzung angefordert. Und dann sah es richtig cowboy-maessig aus. Vor allem der Herr in der hellen Jacke hatte ein schickes und faehiges Pferd und gab eine prima Vorstellung, so dass schliesslich die Kuehe auch fast alle in den Corrals landeten. nachbarn_beim_viehtrieb.jpg
Gereons Firma hatte zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen, so dass Hoffnung auf weitere Baufortschritte bestand. Thomas wollte noch vor Weihnachten fuer zwei Tage kommen, das Wetter war bis dahin recht milde, doch puenktlich mit Thomas’ Anreise fielen die Temperaturen auf nachts unter -20 Grad. Noetig waere das nicht gewesen, doch die Maenner blieben hart gegen sich selbst und bauten mit bereiften Baerten und tropfenden Nasen. Der tapfere Thomas hat sogar in unserer Kueche zwar auf einer echten Matratze, ansonsten jedoch unter recht „einfachen“ Bedingungen uebernachtet!
Weihnachten dafuer dann zur Entspannung bei Bussis, mit richtigen Kerzen im Baum, richtiger Bescherung und allgemeiner Weihnachtsstimmung, warm und gemuetlich! Leider war ich nicht in der Lage, die Kamera fachgerecht zu bedienen, daher kein Blitz und noch viel mehr Romantik. weihnachten_bei_bussis.jpg

Am naechsten Morgen fuhren wir mit Tierarzt Willi, irgendwann vor Jahren aus D gekommen, zu seinen Emus. Leider dasselbe Kameraproblem, sonst koenntet ihr sehen, dass diese drei Emus geradezu zudringlich zutraulich waren - sehr amuesant. Und falls jemand im Internet Toene von Emus finden kann, das muss man mal gehoert haben. Gereon liebaeugelte ja - voruebergehend, wie ich denke - mit der Uebernahme dieser Emus, die Willi loswerden moechte. unscharfe_emus.jpg. Aber Neujahr waren wir bei Agapows, die noerdlich von Peace River einen Trainings- und Zuchtstall fuer Reiningpferde betreiben. Juri war schonmal im Rahmen einer Waldbegehung bei uns, er ist deutscher Forstingenieur oder wie das heisst. Seine Frau Irinel ist fuer das liebe Vieh zustaendig, und dazu gehoerten dann auch vier Pet-Schweine. Und ich glaube, jetzt will Gereon wohl doch lieber ein Schwein. Hier ist Fritz, zum Groessenvergleich links die Hand, die ihn fuettert. fritz.jpg Sehr entzueckend! Es gab noch Arnold, der aber ziemlich gross war, dafuer jedoch auf Kommando „Sitz“ machen konnte, und dann, am allerbesten, aber ohne Bild, Oskar und Otto, zwei Jungschweinchen, schwarz wie Fritz, aber noch viel kleiner. Wir stellen uns schon vor, wie Trudi sich ueber so etwas freuen und das Lama gruen im Gesicht wuerde.

Nach Weihnachten, an Gereons Geburtstag, reist Thomas fuer einen weiteren zweitaegigen Arbeitseinsatz an. Gereon hatte zum Geburtstag Saegeboecke (von Chris & David) oder wie nennt man die (?) und auch noch eine schniekelige Handkreissaege (von Bussis) bekommen, die wurden dann gleich bis spaet in die Nacht oder zumindest die Dunkelheit eingeweiht. Und am 28. Dez. abends konnten sie stolz das erste Dachdings (wie heisst das auf deutsch? Hier heisst das truss.) zumindest zum Gucken mal aufrichten. Der verdiente Feierabend fand mit Huettenzauber und TV statt. geburtstags_bauherr.jpg rohbau_nach_osten.jpg thomas_sucht_bohrer.jpg neue_saegeboecke.jpg first_truss.jpg feierabend.jpg home_theatre.jpg

Das Wetter war in diesen Tagen ueberwiegend schoen, so dass Gereon von der Zwischendecke aus das „Anwesen“ (Gereon nennt es das “settlement”) mal von oben knipsen konnte, wobei man leider keinen Eindruck vom strahlenden Licht bekommt. Ein bisschen besser ahnt man das auf dem Spaziergang, den ich mit den Hunden jetzt fast taeglich gemacht habe. Die Strasse fuehrt an unserem direkten Nachbarn vorbei. Und der Himmel ist wirklich so kitschig-blau. blick_von_oben.jpg strasse_nach_westen.jpg kitschhimmel.jpg

Kurioses zum Jahreswechsel

Ohne Bilder, da braucht ihr jetzt mal gar nicht zu warten, dass sich noch was aufbaut. Dank Onkels neuer Kamera bin ich mal wieder total ueberfordert, und ohne Brille kann ich das Teil gar nicht bedienen. Und ausserdem sitze ich in der Buecherei, und es ist schwierig, alles immer mitzuschleppen, um bunte Bildchen online zu stellen. Aber was soll das Gejammere?! Waehrend Thomas und Gereon unverdrossen und bei schoenstem blauem albertanischem H
Himmel (ist das grammatikalisch korrekt, - Dr. Stinnes?) am Haeusle bauen, fuhr ich gen Valleyview, um mein neues noch aelteres Auto anzumelden. Waehrend ich in einer relativ langen Schlange (alle verlaengern anscheinend zum Jahresende ihre Autoanmeldung) bei Home Hardware, einem “Eisenwarenladen”, der als Vertreter der kanadischen Provinz-KfS-Meldestelle fungiert, wartete, sah ich in der Auslage etwas namens “Jiffy Rink”. Bei naeherer Untersuchung entpuppte sich das ganze als Instant-Hockeyfeld, Eishockey natuerlich! Eine Art Riesen-Plastiktuete, quadratisch, 3×3 m, rundum geschlossen, mit einem Einfuellloch obendrauf. Da laesst man Wasser reinlaufen, wartet dann, bis alles festgefroren ist und reisst die obere Plastiklage ab - voil`a (Akzent gibt es auf der Tastatur nicht, kanadisch-zweisprachig eben!!), gucke-da, jedenfalls, und schon hat man eine Eishockeybahn. Toll, oder? Dann war ich dran, mit Anmelden, dachte ich. Weil aber sowohl Kaufbeleg fuer das Auto als auch Versicherungsnachweis auf unsere beiden Namen liefen (absichtlich so gemacht, damit ich auch allein anmelden koennte!), beschied mir die freundliche Dame, dass eben aufgrund der Auflistung beider Namen wir auch beide erscheinen muessten oder aber ich eine schriftliche Vollmacht meines Gatten vorlegen muessten (oder vice versa, falls er ohne mich anmelden wolle). Und das, obwohl auf der Versicherungskarte eindeutig G. und/oder P. steht. Jaja, die Behoerden! Ich denke, sie haben die deutschen Buerohengste nun doch ueberholt! Neulich erzaehlte jemand, dass man auch manche Dinge nicht mehr alleine umtauschen darf, wenn der Gatte irgendwie auf dem Kaufbeleg auftaucht.
So, nu muss ich sehen, dass die Haeuslebauer was zu essen kriegen! Demnaechst dann wieder Bilder.
Ach ja, und die email ist vorname kringel nachname puenktchen net
Und schliesslich: Alle guten Wuensche fuer alle Leser fuer das neue Jahr, moeget ihr alle ein Haus haben - und ich auch.