Daily Archive for September 11th, 2009

Haelfte zu verkaufen?

Manno, hab ich heute aber eine Laune. Jetzt sitze ich nach dem (hoffentlich erfolgreichen) Farmers’ Market in der Buecherei und quaele mich mit irgendwas langsamem rum, ich weiss nicht, ob es das bloede drahtlose Netzwerk ist oder mein Rechner, der sich langsam zumuellt. Jedenfalls ist alles aetzend schleppend. Und das Wetter war heute erst deprimierend, aber jetzt soll es fuer die naechsten fuenf Tage sonnig bleiben. Die Ziegen zanken mich ziemlich, weil im Grunde das schoenst eingezaeunte Land leerst gefressen ist. Was Gereon ihnen abschneidet, ist fuer den hohlen Zahn. 25 Ziegen, davon 6, die Milch geben, die tun sich schon ganz schoen was rein. Also sind sie immer graetig drauf und boxen und pruegeln und ich, ohne Hoerner, bin im Nachteil. Tore ohne Scharniere, die man immer komplett anheben muss, die aber leider mindestens 2 Meter lang sind, helfen auch nicht. Immerhin haben wir, also Margaret und Katrin und ich, eingekocht wie die Doofen oder eher wie die Schlauen. Diverse Dutzende Glaeser Tomaten, Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen und Tomatensauce zieren nun die alte Kueche. D.h. sie zieren nicht, sie verstauben, so sie nicht in Kisten sind. Dazu haben wir am Montag noch zu viert 175 lbs Sauerkraut produziert, das wir dann unter 5 oder 6 Abnehmer aufgeteilt haben. Es bubbelt neben dem Herd froehlich vor sich hin. Das sind die Highlights, einerseits. Die Downlights (haha!) beinhalten eben die mistigen Ziegen, das suboptimale (danke Severin fuer das schoene Wort!) Handlingsystem, das nicht vorhandene fliessende Wasser (das naemlich das Einkochen deutlich erschwert, dito die Kaeseproduktion, denn jetzt muss ich mit allem Wasser noch zwei Stufen ueberwinden, auf dem Rein- und dem Rausweg). Heute morgen also waere ich bereit gewesen, meinen Anteil dem Meistbietenden zu ueberlassen, gegen ein Ticket und etwas Bares. Na ja. Markt hilft immer. Meine Marketenderinnen-Gene schlagen dann voll durch, und ich amuesiere mich. Und am Wochenende werde ich mit MaryJane und Bob zu einem Hauskonzert fahren. Wenn das nix wird, dann weiss ich es auch nicht.
Meine Assembly-Line fuer das Einmachgut bilde ich hier mal ab, ausserdem Ludwigs Nickerchen-Frisurenkreation fuer Schwesterfrau Lili



Ach ja, und noch neun winzige neue Kueken, doch immer noch kein Babylama. Aber es besteht noch Hoffnung. Auf das Babylama.