Monthly Archive for January, 2010

das kleine huendchen mit dem kringelschwanz

hier sind bilder von unserem wochenend-gast, dem kleinen huendchen, das
keiner will. man beachte, dass es neben einem paar birkis groesse 42
liegt, auf einer normal-grossen fussmatte. es hatte ja in der praxis die
ganze zeit gejammert und gejault und spielte wirklich mit seinem leben.
aber kaum war es hier im haus, hat es sich sehr anstaendig benommen,
auch mit nini und zora und sogar mit emmi geht es gut. es laesst sich
nichts bieten von den anderen hunden, heute morgen gab es ein boeses
klaeff-encounter mit emmi, aber es ist nicht wirklich aggressiv. den
dreifach geringelten schwanz kann es nur zu einem drittel abrollen, ich
hatte noch nie ringelschwaenze so aus der naehe. sehr lustig.
sofortissimo hat es begriffen, dass das bett ein prima platz ist. es
kann auch schossi-huepfen und sich dann schoen breit und warm einem
ueber die beine haengen – prima waermflasche. und tueren kann es
aufmachen, sogar unsere doppeltueren. das hat es dann gestern auch
getan, ist rausgeflutscht und hat mal gleich ein huhn gemeuchelt. das
war ein bisschen dumm. nun muss ich mir gut ueberlegen, wo man es am
besten hin vermitteln kann. keine kleinen haus- oder gartentiere! mit
trudi ist es friedlich, aber trudi ist ja auch in solchen situationen
doppelt-gross und sehr beeindruckend.

gestern ist es tapfer mit gereon und den grossen hunden und mir zwei
stunden lang durch den schnee gewandert und schien spass zu haben.
kaelte macht ihm nix, es kriegt auch kleine schneeklumpen an die kleinen
fuesschen. vor allem gereon scheint es sehr in sein herz geschlossen zu
haben (dieser satz funktioniert in beide richtungen, und so ist es
auch). die ganze letzte nacht hat es offensichtlich auf seinem bett
verbracht, mit nur einer kleinen unterbrechung, wo es auf den teppich
pinkeln musste. auch nicht so schlau. ich hoffe sehr, dass ich nette
menschen fuer es finde. oder dass gereon es behalten will. das
huehner-morden koennte man ihm womoeglich abgewoehnen. aber es ist ein
unabhaengiges, anscheinend hat sich nie jemand die arbeit gemacht, es
wirklich zu erziehen. wenn man “sit” sagt, dann knallt es sein kleines
aerschchen auf den boden – das kann es. und wenn es wedelt, dann sieht
das aus, als ob jemand ein cinnamon bun schwenkt, der ganze kringel geht
hin und her.

jetzt hab ich gerade mal bei air canada nachgeguckt: teuer waere es
nicht, das ding mitzubringen. aber zu kalt. es sei denn, ich naehme es
mit in den passagierraum, was wohl ginge, weil es ja nix wiegt. die
sagen tatsaechlich, dass sie im winter keine kleinen tiere im
gepaeckraum transportieren. (ein wunder, dass der kleine hund das durfte
und ueberstanden hat. das muss ganz schoen kalt gewesen sein fuer den,
bis +2 grad, sagen die.) schade eigentlich! es waere ein feines
huendchen fuer die oma.

update dazu: der lange spaziergang fand am samstag statt. inzwischen ist schon wieder donnerstag, und das kleine huendchen faehrt abends immer mit mir nach hause. damit ihm mal besser nix passiert. zwei interessenten hatten wir, aber die eine hatte kein geld fuer die sterilisation, und die andere musste noch nachdenken. meinetwegen koennte es hier bleiben. es ist ziemlich kuschelig und nett. der chef hat es schon mit (fleischigen) knochen so ueberfuettert, dass es prompt verstopfung hatte und dann gekoetzelt hat. aber es bleibt froehlich. und liegt derzeit auf meinem kopfkissen.

Zeitknappheit

Mal wieder scheint die Zeit einfach nicht auszureichen. Ich haette noch so einige liebe emails zu beantworten, teils mit Weihnachts-, teils mit Neujahrsgruessen. im Moment fehlt mir die Zeit – deshalb hier ein allgemeines Dankeschoen an alle Leser und Schreiber. Ich lese alles und freue mich, aber gestern abend z.B. beschloss unsere kleine, “versehentlich” viel zu frueh geschwaengerte Pomona, sie muesse sich mal – weiss der Geier wie – die halbe Haut von einer Zitze entfernen. D.h. ich war gerade zu Hause angekommen von der Arbeit und hatte Tee getrunken und einen Happen gegessen, da haben wir schon wieder eine blutende Ziege eingepackt und ich bin einmal mehr bei unangenehmem Glatteis gen Valleyview gefahren. Um elf Uhr war ich wieder zu Hause. Heute dann Zahnarzttermin und Auto abholen. Dankenswerterweise hat Katrin mir “einen ride gegeben”, so konnten wir unterwegs ein bisschen quatschen, und ich habe jetzt das dicke Auto wieder, und einiges an Geld weniger. Dann habe ich soeben auch erfahren, dass die Fluege nach D nicht gerade billiger geworden sind. Haett’ ich mal frueher gebucht. Aber ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden.
Und wenn ich dann am Donnerstag frei habe, dann muss ich mich unbedingt um meine “Buchhaltung” (nach wie vor im innovativen freifliegenden Ablagesystem verteilt) kuemmern.
Also, nix fuer ungut! Post kommt!

Some days…

… das hatte ich bestimmt schon mal geschrieben, oder? Manche sind Diamanten, manche sind Steine. Letzte Woche hatte ich einen Stein. Da musste ich am Dienstag meinen hoch geschaetzten Friseurtermin schon absagen, weil ich eine Pruefung fuer meine Arbeit machen musste – Production Animal Medication. Wenn ich sie bestanden habe, was ich schwer hoffe (man durfte das Buch waehrend der schriftlichen Pruefung konsultieren…), dann darf ich jetzt offiziell Medikamente fuer Nutztiere verkaufen. Hunde vergiften durfte ich glaube ich schon vorher… Die Pruefung war in Fairview, drei Stunden Fahrt von hier. Es war kalt und eisneblig – bestes Fahrwetter! Aber nach einer Dreiviertelstunde lichtete sich der Nebel, ich fuhr ja Nordwesten, sowieso meine Lieblingsrichtung, und alles war wunderbar. Ueber den Peace River in Dunvegan, immer wieder schoen. Eisschollen schwammen noch auf dem Fluss, den ich laengst zugefroren waehnte, und die Huegel waren schoen wie immer. Alles war gut. Pruefung fand ich lepsch. Der Plan war, danach nach Grande Prairie weiterzuduesen, nur ein kleiner Umweg, und da noch dick einzukaufen. Ich war hochgestimmt und fand gerade, dass ich eigentlich solche theoretisch oeden Ueberlandfahrten (bis Fairview insgesamt fuenfmal abbiegen…) schoen finde, da aenderte sich was. Kurz hinter Sexsmith, also 20 Minuten vor Grande Prairie, kochte der Kuehler. Das geht selbst bei minus 26, wie ich jetzt weiss. Und kuehlt auch nicht schnell genug ausreichend ab. So durfte ich meine AMA-Mitgliedschaft ausprobieren. AMA ist wie albertanischer ADAC. Es dauerte eine kleine Stunde, bis ein freundlicher junger Mann kam und mich bzw. den Van auf den Haken nahm. Bis dahin war ich aber ordentlich durchgefroren, kann ich euch sagen, denn den Motor konnte ich ja nicht laufen lassen. Gut, dass ich gerade eine spannende Buecherlieferung bekommen hatte. Und jetzt weiss ich auch, warum eine Kerze im Survival Pack empfohlen wird. Natuerlich nicht fuer Licht, sondern um sich die Haende zu waermen.
Wahrscheinlich knapp 1000 Dollar spaeter wird der Van dann naechste Woche wieder fahrbereit sein – welch ein Spass. In GP musste ich ja dann auch noch auf den Shuttle Service in Form von Gereon warten. Ich hab lange nicht mehr so gefroren, obwohl ich immerhin mit einer dicken Tasse Mocha bei Starbucks sass. Der arme Gereon musste auf der Rueckfahrt schwitzen, waehrend ich immer noch fast die ganze Zeit klappern musste. Bilder gibt es von dieser Exkursion nicht.

Vorher aber hatten wir es nett. Der Bauer und sin Fru tuckerten naemlich mit Quad und Anhaenger auf die Nordhaelfte, zur Wildfuetterung. In gut-deutscher Manier hat der Chef naemlich beschlossen, dass er “sein” Wild fuettern will. Und so haben die Ziegen einen Heuballenkern abgetreten, und wir sind in den Winterwald geknattert. Man beachte bitte auf dem Foto das gepolsterte Gepaeckgitter: ein Futtersack, beinhaltend eine edle Lamadecke von der Oma. Darauf sitzt die Bauersfrau. Ich fuehlte mich stark an aeltere Winterborner Ehepaare erinnert. Damals waren die Saecke noch aus Jute. Margaret hat ein Stueck Schaumstoff in ihrer Futtersack. Mein Sitz war jedenfalls bequem und warm. Und ich durfte auch eine Erstbesteigung des “Hegerhauses” vornehmen, das sich der Chef ja schon vor einiger Zeit gebaut und selbst auch schon genutzt hatte. Nett. Mit Rueckenlehne!


Heute waren wir wieder da – nett. Heute uebrigens ist es bei uns wahrscheinlich muckeliger als bei euch in D – PLUS FUENF GRAD! Ha! Und kein Schneefall. Und kein Wind. Da seid ihr aber neidisch, oder? Die Huehner tobten draussen rum, Klein-Skinny-Minni wusste nicht wohin mit sich, weiss sie schon seit ein paar Tagen nicht, es koennten auch die Hormonellen sein.

Eher diamanten ist auch, dass der Chef tatsaechlich wieder Arbeit hat. Und dann kleckern wir ja nicht, nein, 45 Stunden darf er arbeiten. Das fuehrt zu einigen organisatorischen Herausforderungen hier. Vor allem Tiere-Versorgen im Finstern. Und so habe ich mir am Samstag so eine Kopfleuchte gegoennt, mit LED’s. Sieht bescheuert aus (daher auch kein oeffentliches Foto), funktioniert aber prima. Damit hab ich gestern abend schon das Wiesel geortet. Wir haben uns gegenseitig angestarrt, ich mit LED’s, das Wiesel mit naturgruen, jedenfalls sah es so aus.

Da hab ich mich hinreissen lassen…

und hab mal auf so was geklickt in einem Blog. Und angeblich sieht mein Regenbogen so aus.

Your rainbow is intensely shaded red, orange, and green.

 
 
 
 
 
 
 

What is says about you: You are an intelligent person. You appreciate a challenge. Others are amazed at how you don’t give up. You get bored easily and want friends who will keep up with you.

Find the colors of your rainbow at spacefem.com.

Tja. Keine schlechten Farben, aber ich haette gedacht, da sollte was buntigeres bei raus kommen. Tztztz.